Sportschützen St. Hubertus Brilon e.V.

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Patrick Sensburg besucht Sportschützen Brilon

  • Kategorie: Neuigkeiten
  • Veröffentlicht: Samstag, 18. März 2017 17:24
  • Geschrieben von Super User
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Im Rahmen der 600-Jahr-Feier der Briloner Bruderschaft hat sich unser hiesiger Bundestagsabgeordneter, Herr Prof. Dr. Sensburg, dafür ausgesprochen, sich im politischen Prozess und im Rahmen seiner Möglichkeiten für das Schützenwesen einzusetzen und eine Einladung seitens des Vorstands der Schießsportgruppe angenommen.

Hierbei ergab sich nun die Gelegenheit ihn in einer lockeren Gesprächsrunde über unseren abwechslungsreichen Sport zu unterrichten, gleichzeitig aber auch auf die vielfältigen Probleme und Sachzwänge, denen wir durch die zunehmend restriktive Politik bei der Ausübung unseres Sports ausgesetzt sind, hinzuweisen.

Beginnend bei fast schon regelmäßig erfolgenden Änderungen der technischen und baulichen Anforderungen an unsere Schießstände, über die genauen Schusswinkel unter denen die Kugelfänge beim traditionellen Vogelschießen im Rahmen der Schützenfeste betrieben werden dürfen, über immer neue und strengere gesetzliche Reglementierungen der sicheren persönlichen Aufbewahrung von Waffen, die im Übrigen schon jetzt zu den Schärfsten weltweit zählen, bis hin zu den unterschiedlichsten Gutachter-Vorgaben, die zum Teil untereinander erstaunlich konträr, für die Vereine aber in jedem Fall mit mehr oder weniger hohen Kosten verbunden sind.

Herr Prof. Dr. Sensburg äußerte sich denn auch dahingehend, dass Deutschland schon heute eines der strengsten Waffengesetze der Welt hat. Seine Meinung dazu: „Auch die Politik ist sich der Tatsache bewusst ist, dass sich Terrorakte und Verbrechen nicht allein durch Gesetze verhindern lassen! Sicherheit nach den Terroranschlägen müssen wir anders erreichen. Unsere Schützen und Jäger dürfen nicht mit immer neuen Auflagen belastet werden. Unsere Sportschützen machen eine tolle Arbeit.“

 

Das Folgende gibt allerdings ausschließlich die Meinung des Verfasser wieder:

Und obwohl sich die Politik dieser Tatsachen bewußt ist und obwohl solche Taten nur in absoluten Ausnahmefällen durch Besitzer von legalen Waffen verursacht werden, wird die Öffentlichkeit nachhaltig durch solch schreckliche und bedauerliche Einzelfälle aufgebracht und verunsichert! Vielleicht, weil sie spektakulär daherkommen, vielleicht aber auch, weil sie in der Regel immer höchst spektakulär aufbereitet werden.

Weit weniger spektakulär und seltsamerweise von der Öffentlichkeit auch kaum noch in dem Maße wahrgenommen, dafür aber genauso schrecklich und bedauerlich, sind hingegen die vielen Toten im Straßenverkehr – und damit natürlich tausendfach mehr Tote, als durch die Taten aller fehlgeleiteten Amokläufer mit Waffenbesitzkarte und/oder Jagdschein, seit Gründung der Republik zusammengenommen! Man ist im Moment sogar „hoch erfreut“ über die Tatsache, dass in 2016 „nur noch“ 3214 Tote, im Gegensatz zu 11.300 Toten noch im Jahre 1991 zu verzeichnen waren! (Die Statistiken vor 1991 fielen sogar noch viel schlimmer aus!) Allein seit 1991 hat es 137.068(!) Verkehrstote in Deutschland gegeben und es ist kaum verständlich, dass ein unverantwortlicher Umgang mit Fahrzeugen völlig anders gehandhabt wird, als der mit Waffen! Wenn sich alle Autofahrer ihrer Verantwortung im Verkehr jederzeit so bewußt wären, wie ein Sportschütze im Umgang mit seinen Waffen, so dürften Betroffene, Angehörige, Verkehrsexperten und Politiker aufatmen, weil es dann nur noch zu Unfällen mit tödlichem Ausgang käme, weil technisches Versagen nie ausgeschlossen werden kann. Menschliches Versagen müsste man dort hingegen auch ausklammern, weil dieses ebenfalls weder vorhersehbar, noch steuerbar ist.

Diese Art von unorthodoxer Aufzählung könnte man noch auf die Spitze treiben, denn es gibt ja schließlich auch massenhaft Tötungsdelikte, die mit einfachen Haushaltsmessern verübt werden! Aber es geht hier in erster Linie darum festzustellen, dass wir als Sportschützen tatsächlich einen Sport betreiben und keine latenten „Gefährder“ im Sinne von Terroristen, oder deren Unterstützer, sind! Dass wir zu Unrecht oft als potentiell nicht ungefährlich hingestellt werden und mit einem solch herben Makel behaftet sind, ist allerdings ein Umstand, der nicht einfach wegzudiskutieren ist, der aber auch nicht „einfach so“ im Raum stehen gelassen werden kann.

Angefangen bei der Überprüfung jedes Einzelnen durch die Polizeibehörden im Sinne von Zuverlässigkeit, Eignung, Straffreiheit, und anderen persönlichen Leumunds-Nachweisen, ist auch der Umgang, die sichere Unterbringung und Verwahrung in genau definierten Waffenschränken/Tresoren, der eng begrenzte und sichere Transport, sowie der fachliche Nachweis des Umgangs mit Waffen, sowie ein sog. „Bedürfnis“ von jedem zu erbringen, der diesen Sport ausüben will. Zudem werden die Voraussetzungen bereits seit der letzten Verschärfung des Waffenrechts in einem 3-Jahres-Rhythmus durch die Kreispolizeibehörden laufend überwacht. Die Schützen akzeptieren bislang diese hohen Hürden und erkennen sie selbst als eine Notwendigkeit an.

Die scheinbar aber unausrottbaren und ganz schlimmen Vorurteile, wie „Pistole unter´m Kopfkissen“, oder „Gewehr bei Fuß“, bzw. „im Kleiderschrank“, zeugen daher auch nur von völligem Unwissen. Es gibt tatsächlich kaum strengere Vorschriften (und damit einhergehend Sanktionen) als hierzulande! Wenn Ihnen also irgend jemand solch einen Bären aufbinden will, so hat er andere Beweggründe, aber mit Sicherheit kein einziges Argument!

Auch, oder gerade, in der heutigen Zeit, in der sich sogar manch einer von uns verunsichert fühlt, sich als Sportschütze zu bekennen, sei nicht nur gesagt, sondern sogar betont, dass unser Sport in erster Linie Spaß macht!

Durch die immer wiederkehrenden Abläufe, die natürlich auch regelmäßig trainiert werden müssen, ist beispielsweise ein Höchstmaß an Disziplin gefordert. Ruhe ist nicht nur sprichwörtlich gesehen die erste Bürgerpflicht, sondern tatsächlich die erste Schützenpflicht. Sie ist für einige in zunehmend hektischeren Zeiten, vielleicht getrieben von Event zu Event, sogar ein Hort der Entschleunigung! Nicht nur unsere Jugendlichen lernen beispielsweise unter anderem im wahrsten Sinne des Wortes entspannter zu werden, sobald die Spannung steigt. Körperbeherrschung, Konzentration, Atmung, alles eine Frage der eigenen Disziplin, hilft durchaus auch im Alltag regelrecht über die kleineren und größeren täglichen Hürden, nur um einige der Voraussetzungen (oder Trainingsergebnisse) zu nennen, die hier vermittelt, erlernt und trainiert werden!

Allen, die Lust und Laune haben, sich davon selbst ein Bild zu machen, und sich nicht von Vorurteilen irritieren, oder gar abschrecken zu lassen, steht unsere Anlage offen.